Wenn eine Kindheit in Ortswechseln, Flucht und Fremde ungesichert bleibt, k¿¿nnen Erz¿¿hlungen das Erlebte anders erfinden. Sprache und die Phantasie f¿¿r Lebensl¿¿ufe belichten die Erinnerungen neu.
Die Geschichten von Maria Bosse-Sporleder gewinnen so ihre eigent¿¿mliche Leichtigkeit. In Begegnungen, Arbeit und Begehren suchen sie wieder auf, was befremdlich war und doch die Selbstvergewisserung erm¿¿glicht hat.
Ein Stil von Achtsamkeit und gelassener Neugier ¿¿berf¿¿hrt in Geschichten, was als Freude, durchlebte Angst, erinnerte Besch¿¿mung und nachwirkendes Gl¿¿ck bleibt: von den Sommern ihrer estnischen Kindheit, der K¿¿lte zielloser Fluchten, dem Durchstehen der Notzeit und immer wieder dem ¿¿berraschend Sch¿¿nen. Eine Frau, die in fremden L¿¿ndern und neuer Sprache ihre eigene St¿¿rke findet. (Ja, auch B¿¿ren tauchen auf. B¿¿ume brennen im kanadischen Schnee¿K)
Es sind autobiographischen Erz¿¿hlungen von eigenem Reiz, sie heben ab vom Gewicht der Erfahrungen und geben in Neugier und heiterem Stolz weiter, was einem gegl¿¿ckten Leben entspricht.