Drogen und Rausch sind für Jünger ein Mittel, dem Menschen einen Anteil an der geistigen Welt zu verschaffen. Zuerst ist der Rausch reiner Genuss mit Gewinn und Gefahren, dann wird er zum Abenteuer mit seinen fantastischen, ästhetischen und geistigen Bezirken, schließlich aber zur Annäherung. In zahlreichen Selbstversuchen u. a. mit Albert Hofmann, dem Erfinder des LSD, lotete Jünger die Dimensionen der Rauschmittel und ihren Bezug zu ihrem jeweiligen Kulturkreis aus.
»Jünger instrumentalisiert die Drogen nicht, für ihn sind sie eigenwertige Annäherungen wie die künstlerische Versenkung oder der Tanz oder die Meditation - Annäherungen an die Grenze zu etwas Unbekanntem, eine andere Welt, eine andere Zeit.«
Maja Rettig, taz, 29.11.2008
»... mäandernd und luzide, träumend und kühl.«
Katharina Döbler, kulturradio, 12.6.2009