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Nikos Kazantzakis (1883-1957), als Sohn eines kretischen Gutsbesitzers geboren, studierte Jura in Athen und Philosophie in Paris, wo er über Friedrich Nietzsche promoviert wurde. Sein umfangreiches literarisches Werk ist von zahlreichen Reisen und Auslandsaufenthalten geprägt; in den 1920er Jahren lebte er eine Zeitlang in Berlin. Neben der "Odyssee" (1938) verfasste er Tragödien (u.¿a. "Theseus" und "Columbus") und übersetzte Dantes "Göttliche Komödie" sowie Goethes "Faust I" ins Griechische. International bekannt wurde er aber durch seine Romane: "Alexis Sorbas" (1946), vor allem seit der Verfilmung mit Anthony Quinn in der Titelrolle und der Musik von Mikis Theodorakis, prägt bis heute das Bild der Sehnsucht nach einem Griechenland unbeirrter Lebenskünstler. "Die letzte Versuchung" (1951), eine provokative Interpretation der Passionsgeschichte, Jahrzehnte später von Martin Scorsese verfilmt, gelangte auf den "Index der Verbotenen Bücher" des Vatikans.
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