Die hier übersetzten Texte des "radikalen Aristotelikers" Boethius von Dacien präsentieren die sprachphilosophischen und logischen Grundlagen seines Denkens. Von zentraler Bedeutung ist hierbei Boethius' Verhältnisbestimmung der Wirklichkeitsebenen Sein, Erkennen und Sprache: Das Erkennen muss die vom Verstand aufgenommene Wirklichkeit widerspiegeln; ebenso muss die Sprache, um wahre Sätze zu formulieren, die Wirklichkeit strukturell abbilden.
Boethius von Dacien lehrte in den 1270er Jahren als Magister an der Pariser Artistenfakultät. Seine Bekanntheit verdankt sich vor allem der Tatsache, dass er als "radikaler Aristoteliker" die Autonomie der Philosophie gegenüber der Theologie verteidigte und damit zum Ziel der Pariser Lehrverurteilung von 1277 wurde. Die hier übersetzten Texte präsentieren die sprachphilosophischen und logischen Grundlagen seines Denkens. Von zentraler Bedeutung ist hierbei Boethius' Verhältnisbestimmung der Wirklichkeitsebenen Sein, Erkennen und Sprache: Das Erkennen muss die vom Verstand aufgenommene Wirklichkeit widerspiegeln; ebenso muss die Sprache, um wahre Sätze zu formulieren, die Wirklichkeit strukturell abbilden.