Marianne Fredriksson erzählt auf wunderbar einfühlsame und sensible Weise die zugleich gewöhnliche und zutiefst außergewöhnliche Lebensgeschichte eines Jungen und seiner Familie in einer schicksalsschweren Zeit. Als der Zweite Weltkrieg seine Schatten auch auf die Küste vor Göteborg wirft, ist Simon noch ein kleiner Junge, und er ist jüdischer Abstammung. Karin und Erik, seine Adoptiveltern, verschweigen ihm seine Herkunft, um ihn zu schützen. So begibt sich der sensible Junge selbst auf die Suche nach seinen Ursprüngen. 'Simon' ist in seiner erzählerischen Kraft und Eindringlichkeit ebenso einzigartig dircht und ergreifend wie 'Hannas Töchter'.
Simon wächst als Adoptivkind von Karin und Erik, der Schiffsbauer und Arbeitersohn
ist, in einem Haus an der Küste vor Göteborg auf, dort wo der Fluss ins
Meer mündet und ein Eichenwald die Landschaft verzaubert. Aber es ist eine
unsichere und angsterfüllte Zeit, denn der Zweite Weltkrieg steht kurz
bevor. Karin, eine warmherzige und kluge Frau, deren Tür für alle immer
offen steht, tröstet und hilft so gut sie kann und nährt, wie auch ihr
Mann, den Glauben an das Gute. Simon stammt aus einer heimlichen Verbindung
von Eriks Cousine mit einem verschwundenen jüdischen Musiker aus Deutschland.
Um den Jungen zu schützen, verschweigen Karin und Erik ihm seine wahre
Geschichte. Doch Simon ist sehr sensibel und meint, er habe die Sorgen,
die er in den Augen seiner Mutter lesen kann, verschuldet. Und so begibt
er sich auf eine Suche, die ihn bis zu den Ursprüngen bringt ... .