Schlupfwespen haben sich auf ein Leben als todbringende Parasiten, sogenannte Parasitoide, spezialisiert. Als solche sind sie wichtige Gegenspieler von anderen Insekten und von Spinnentieren. Sie sind entscheidend für die Regulierung pflanzenfressender Insekten, darin eingeschlossen Schädlinge in der Land- und Forstwirtschaft. Zu den Schlupfwespen gehören die kleinsten Insekten mit einer Körperlänge von
0,14 mm, aber auch «Riesen» mit bis zu 170 mm Länge.
Siegfried Keller und Hannes Baur geben eine Übersicht über die wichtigsten Schlupfwespenfamilien, welche mit wissenschaftlichen Zeichnungen illustriert und durch die Beschreibung typischer Vertreter ergänzt werden. Anhand zahlreicher Beispiele erläutern sie, was die Schlupfwespen zu den erfolgreichsten Insekten gemacht hat: ihre spezielle Fortpflanzungsart, ihre hohe Anpassungsfähigkeit und nicht zuletzt ihre Symbiose mit Viren und Bakterien.
240 Farbfotos zeigen nicht nur das stark unterschiedliche Aussehen dieser Wespen, sondern geben auch einen Einblick in viele noch nie dokumentierte Verhaltensweisen. Beispiele zu ihrer Anwendung als Schädlingsbekämpfer sowie Hinweise, wo sich Schlupfwespen am besten beobachten lassen, ergänzen das Buch.