So wurde mir im dialogischen Prozess mein Judentum klarer, reiner, schöner und tiefer erschlossen als es in monologischer Selbstbescheidung je möglich gewesen wäre. Von Martin Buber hatte ich die Dialogik, das dialogische Denken gelernt. Durch die mir zugewachsene Lebensaufgabe eines Dolmetschs zwischen Judentum und Christentum, zwischen Israel und Deutschland, ist die Dialogik unveräußerlicher Bestandteil meiner Existenz, meiner jüdischen Existenz, geworden.
Schalom Ben-Chorin (S. 134)