Durch den Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688-97) verlieren die süddeutschen
Leinwandhändler ihre Handelsprivilegien mit Frankreich. Einige von ihnen
lassen sich in Arbon nieder, so Johann Albrecht und sein Neffe
Jacob von Furtenbach. Mit dem Import und der Veredelung von
preisgünstiger 'Schwabenleinwand' konkurrenzieren sie erfolgreich die
Rorschacher und St. Galler Kaufleute. Albrechts Firma und die Unternehmen
seiner Nachfolger florieren, ein ganzes Jahrhundert lang. Bis heute sind die
Arboner Wohn- und Geschäftshäuser der von Furtenbach, von Eberz und de
Albertis das sichtbare Vermächtnis dieser Blütezeit. Um 1800 endet die
Erfolgsgeschichte, und die Stadt fällt wirtschaftlich zurück. Erst mit der Firma
Saurer beginnt in den 1860er-Jahren ein neues Arboner Wirtschaftswunder.