Während der Planungsphase einer Gasleitung wird die Festigkeit der Rohrleitung auf der Grundlage einer Analyse der transienten Betriebszustände überprüft. Die neue Rohrleitung wird dabei als frei von jeglichen Korrosionsfehlern betrachtet. Mit der Zeit neigen alle Anlagen zum Transport von Kohlenwasserstoffen durch Rohrleitungen zur Korrosion. Alle in diesem Bereich geltenden Methoden basieren auf der Annahme einer stationären Strömung des Mediums in der Rohrleitung. Die Analyse bestimmter Vorfälle an korrodierten Gasleitungen weltweit zeigt, dass diese durch plötzliche Überdrücke ausgelöst werden können, die durch transiente Phänomene entstehen (z. B. versehentliches Schließen eines Ventils, unerwartetes Abschalten oder Anfahren einer Kompressorstation). Um diese Fragen zu beantworten, nutzen wir in dieser Arbeit die Kombination des dynamischen Simulationswerkzeugs für Gasleitungen SIMONE und eines Modells zur strukturellen Zuverlässigkeit, um die Ausfallrisiken einer korrodierten Gasleitung im stationären und transienten Betrieb zu analysieren.