Das Buch behandelt die Rolle des Städtebaus bei der Schaffung umwelt- und klimagerechter Städte und fragt, mit welchen planerischen und räumlichen Instrumenten die dafür notwendige Neuordnung erreicht werden kann. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenhänge zwischen Mobilität und Raum, sowohl in der historisch gewachsenen Stadt als auch in den durch die Automobilisierung entstandenen Agglomerationen. Ausgehend von einer Darstellung der Kriterien städtischer Zukunftsfähigkeit werden die Praktiken der fossil geprägten, autoorientierten Stadt kritisch beleuchtet und neue Vorstellungen lebenswerter Städte und Regionen entwickelt. Den Leitbildern unbegrenzter Automobilität und eines auf fossiler Energie sowie hohem Ressourcenverbrauch beruhenden Siedlungsmodells stellt der Autor die Abkehr vom automobilen System, die Schaffung durchgängig fußläufig nutzbaren öffentlichen Raums und eine Bebauungsweise gegenüber, die das Leben in der Stadt für alle Lebensabschnitte attraktiv macht. Mit einem gänzlich neu gedachten Straßensystem und dem "Haus" als Gegenmodell zur "Anlage" plädiert der Autor für eine Stadt, in der Gehen, Nähe, Vielfalt und Nutzungsoffenheit die räumliche Ordnung prägen.
Der Inhalt
Kriterien der Zukunftsfähigkeit - Referenzen in der Geschichte der Stadt - Funktionalismus, Autoverkehr, Anlagen - Der öffentliche Raum - Das Straßensystem - Grünraum und Mikroklima - Von der Stadtplanung zum Städtebau - Städtebau als architektonische Praxis - Die liberale, zukunftsfähige Stadt - Kernsätze
Die Zielgruppen
Urbanistisch interessierte Leserinnen und Leser sowie Studierende und Fachleute aus Architektur, Stadtplanung und Mobilität
Der Autor
Johannes Fiedler
(Wien, 1958) ist Architekt und Stadtplaner, promovierte zum Thema "globale Urbanisierung", arbeitete in zahlreichen Projekten in Europa, Afrika und im Nahen Osten, war Professor für Städtebau an der Technischen Universität Braunschweig und an der Universität von Addis Abeba.