Der Nummer-1-Bestseller aus Irland: Eine poetische Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht.
Je mehr sie erfuhr, desto sicherer wurde sie sich: Diese andere Welt war lebendig und wahr und pulsierend, und ihrer eigenen sehr nah. Sie hatte nun ein Geheimnis
Eine viktorianische Nervenheilanstalt in der irischen Stadt Cork: neue modernere Wohnungen sollen hier entstehen. Was damals hinter dicken Gemäuern geschah, soll nun einem frischeren, moderneren Ambiente weichen. "Zu verkaufen" steht auf den zahllosen Schildern, die dem endgültigen Verfall Einhalt gebieten wollen. Der Spaziergängerin, die hier immer wieder vorbeikommt, schaudert. Wäre auch sie vielleicht hinter diesen Mauern gelandet, hätte sie in einer anderen Zeit gelebt?
Der Gedanke lässt sie nicht mehr los, quält sie. Von einem unwiderstehlichen Impuls getrieben, begeht sie schon bald Hausfriedensbruch, stiehlt, flieht vor dem Alltag als Mutter, Ehefrau und Tochter, während sie einem Chor weiblicher Stimmen begegnet: die der Frauen, die die Anstalt am besten kannten. Sie flüstern aus Archiven und alten Aufzeichnungen. Sie spuken aus Treppenhäusern und sprechen durch Wände. In ihnen - und insbesondere in einer Person, einer verwandten Seele, der jungen Ärztin Dr. Lucia FitzGerald - findet die Spaziergängerin, die zur heimlichen Sichterin der Archive wird, schließlich Sinn und Trost, gerechte Wut und am Ende Erlösung.
In "Sagten die Toten" verschwimmen die Grenzen zwischen den Welten - Vergangenheit und Gegenwart, Einbildung und Realität, Fakt und Fiktion -, um etwas ganz Neues zu schaffen: eine weibliche Verbundenheit über Jahrzehnte und historische Begebenheiten hinweg.