Nachdem sie im Krieg ihre Eltern verloren hat, ist die sechzehnjährige Janina mit falschen Papieren auf der Flucht nach Frankreich und wandert schließlich nach Australien aus. Doch auch dort findet sie nicht die Geborgenheit, die sie erhofft hat. Ihre Erfahrungen zwingen sie, nun nicht mehr auf fremde Hilfe zu vertrauen. Ihre Jugend ist zu Ende. Ihr bleibt nur die Hoffnung auf ein sinnvolles Leben. Diese Erinnerungen an eine Jugend sind nicht nur ein erschütterndes Zeugnis vom Leben der unzähligen heimatlosen Kinder in der wirren Nachkriegszeit in Europa, sondern auch ein einzigartiges Dokument der seelischen Entwicklung eines heranwachsenden Mädchens, das ohne Eltern und vertraute Menschen aufwachsen muss.
Janina David wächst in einer gutbürgerlichen jüdischen Familie in Polen
auf. Ihre Kindheit beginnt heiter und wohlbehütet. Als Deutschland 1939
Polen überfällt, ist auch die friedliche Welt des Kindes mit einem Schlag
zerstört. Ihre Familie wird ins Warschauer Ghetto gesperrt und kommt später
im KZ um. Nur Janina, damals neun Jahre alt, wird gerettet. Sie findet
in einem katholischen Nonnenkloster Zuflucht. Als sie nach dem Ende des
Krieges endlich ihr Versteck verlassen kann, sind zwar die Gefahren und
Schrecken vorbei, dennoch kann die inzwischen Sechzehnjährige keineswegs
hoffnungsvoll in die Zukunft blicken. Sie soll Polen verlassen. Es beginnt
für sie damit eine Irrfahrt durch Europa bis nach Australien, die begleitet
ist von der Sehnsucht nach Geborgenheit. (Stiftung Lesen).